„Der Isokinator“: neues aus der Reihe „Trainingsgerät oder B-Movie?“

Durch Zufall bin ich auf eine Werbeanzeige gestoßen, die mir den „Isokinator“ anpries. Ich bin mir nicht mehr sicher ob ich über den Namen gelacht habe oder nicht. Ich bin neugierig geworden und die Werbung hat ihr Ziel erreicht – ich habe geklickt. Isokinetisches Training, ein Ganzkörpertraining mit einem Kleingerät, made in Germany. Das wollte ich mir genau anschauen und bekam auf Anfrage auch ein Test-Gerät vom Hersteller Koelbel Training Research zugeschickt.

In der Hand liegend macht der Isokinator einen sehr robusten, schweren und stabilen Eindruck. Der Hersteller gibt eine 20-jährige Garantie auf alle Teile, das ist schon eine Ansage. Auf dem Gerät ist eine Skala angebracht, neben der man an der Außenseite mit einem Schiebe-Regler das Zug-Gewicht bis 90 kg stufenlos einstellen kann. Es handelt sich dabei um das Gewicht, das man aufwenden muss, um durch Zug an den seitlichen Schlaufen die beiden Kugeln an der Oberseite so weit nach außen zu bewegen, dass sie direkt über der Kontrollstelle positioniert sind. Dadurch wird gewährleistet, dass während der Übungsausführung der Zug gleich bleibt. An der Seite des Isokinators sind zwei kleine und zwei große Schlaufen angebracht, die je nach Übung verschieden gegriffen werden können. Das hier verlinkte Video auf Youtube gibt mehr Informationen über das Gerät und die Trainingsausführung damit. So bekommt man auch eine bessere Vorstellung, als durch rein schriftliche Beschreibung.

Nachdem ich die ersten Übungen für die Brustmuskulatur ausprobiert habe war ich nun doch etwas überrascht von der Intensität der harmlos wirkenden Übung – und dieses Gefühl hat sich bei den weiteren Übungen, die ich ausgetestet habe, wiederholt. Ich kann mir gut vorstellen, dass das alleinige Training mit dem Isokinator durchaus veritable Trainingserfolge (auch optischer Natur) zeitigt. Ich persönlich werde es allerdings ab 2017 als Ergänzung einmal pro Woche in meinen Trainingsplan einfließen lassen. Ich mag Kniebeugen, Kreuzheben, Klimmzüge und Bankdrücken einfach zu gern, als dass ich darauf verzichten werde, zumal damit eine Bewegungskompetenz erlernt wird, die durch das Training mit dem Isokinator schwer erreicht werden kann.

Ich denke aber, dass das Gerät seine Stärken vor allem bei Menschen ausspielt, die wenig Platz zu Hause haben, Fitnessstudios nicht mögen und auch mobil immer und regelmäßig trainieren wollen. Sicherlich ist das Trainingsprinzip das selbe, das man auch mit einem auf Dauerspannung gehaltenen Theraband hat. Allerdings bietet der Isokinator durch die Möglichkeit der gezielten Gewichtseinstellung ein effektiveres, weil progressiv zu steigerndes Training. Darüber hinaus bieten die stabilen Schlaufen eine bessere Handhaltung. Ich persönlich bin außerdem froh, wenn ich nach dem Training nicht den Gummigeruch vom Theraband an der Hand habe – auch wenn das sicherlich ein sehr subjektives Argument ist.

Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Erfahrungen, die ich mit dem Isokinator machen werde.

Fazit: Ein nicht ganz günstiges Trainingsgerät, das durch hochwertige Verarbeitung besticht, leicht transportabel und einigermaßen „hübsch“ ist. Ein anstrengendes, forderndes Training ist ohne weiteres möglich. Durch die 30-tägige Periode, in der das Gerät komplett ohne Verpflichtung getestet werden kann, kann jeder selber entscheiden, was er darüber denkt. Erhältlich sind auch eine Luxus-Version, eine Variante in Hulk-grün mit doppelter Zugkraft (bis 180kg) und eine Variante für die Damen der Schöpfung. Das Teil hat das Zeug dazu, einen gewissen Kultstatus zu erlangen – genau wie ein B-Movie, hinter dem keine millionenschwere Produktion steckt, der aber einfach durch Qualität überzeugt.

 

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