Insektenmehl

Das Team von Snack-Insects war so freundlich, mir eine Testpackung Buffalowurm-Mehl zukommen zu lassen. Das Unternehmen vertreibt seit 2013 Insekten zum essen, vom Insektenmehl bis hin zu mit Insekten garnierter Schokolade. Während letzteres wohl vermutlich eher Käufer findet, die einen Partygag oder ein originelles Geschenk suchen, ist das Essen von Insekten als Proteinquelle aus Gründen der Nachhaltigkeit durchaus ein bedeutsames Thema. Noch werden in Deutschland sehr wenige Insekten gezüchtet, in anderen Ländern stehen sie schon fest auf dem Speiseplan.

Vor einigen Jahren kam ich auf einer Mexico-Reise zum ersten Mal mit der Materie in Berührung. Und zwar nicht durch den berüchtigten Wurm im Mezcal (obwohl ich auch in Oaxaca, der Mezcal-Hochburg Mexicos, war), sondern durch Heuschrecken, die bei einem Abendessen auf dem Speiseplan standen. An Situationen wie diesen kann man deutlich erkennen, dass Essen und Geschmack zu einem beträchtlichen Teil sozial und kulturell vermittelte Themen sind. Für den einen ist es normal, Insekten zu essen, für mich hat es Überwindung gekostet, den ersten Hüpfer in meinen Mund zu schieben. Nach der ersten Überwindung hat es dann aber tatsächlich gut geschmeckt, und in der Folge habe ich auch noch knusprig frittierte Würmer in scharfem Gewürz, quasi als Chips-Ersatz, gegessen. Seitdem ist das Thema dann wieder in den Hintergrund geraten und frischt momentan wieder auf. Insekten werden in der Paleo-Szene langsam, aber immer mehr, zum Thema, und ich begrüße das.

Die Insektenzucht produziert pro Kalorie im Vergleich zur herkömmlichen Fleischproduktion erheblich weniger Emissionen, verbraucht weniger Wasser, benötigt weniger Futter und Fläche.

Morgen werde ich hier das erste Test-Rezept mit dem Insektenmehl vorstellen, in den kommenden Wochen dann noch mehr Informationen zum Thema bereitstellen.

Posted in Ernährung, Ethik, Nachhaltigkeit
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